wo.anders.leben - Der Wagenplatz in Dresden

Der Wagenplatz in Dresden, ein alternatives Wohn- und Lebensmodell. Nicht nur Wohnraumverknappung, steigende Mieten und Verdrängung, sondern auch ein anderes Verhältnis zu Natur, persönlicher Freiheit und sozialer Interaktion führen zum Nachdenken über alternative Wohnmodelle. Eines dieser Modelle ist 2015 nach der Zwangsräumung des „Freiraum Elbtal e.V.“ auf dem Gelände des alten Leipziger Bahnhofs entstanden. Die BewohnerInnen betrachten diese Wohn- und Lebensform als Möglichkeit aus der konsumorientierten Gesellschaft auszusteigen und ein selbstbestimmtes und unabhängiges, also autonomes, Leben zu führen. Auf dem Dresdner Wagenplatz leben zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Fotoprojekts u.a. HandwerkerInnen, StudentInnen, GärtnerInnen und KünstlerInnen. Für die BewohnerInnen stellt der Wagenplatz sich nicht als Notlösung, sondern als individuelle Art zu leben dar. Für Ihre Unabhängigkeit nehmen sie eingeschränkten Wohnkomfort, das Fehlen von fließendem Wasser und eine unsichere Rechtssituation in Kauf.

Die Unterkünfte bestehen aus Bau- oder Wohnwagen sowie umgebauten LKW’s, die oft liebevoll und fast detailreicher als viele Wohnungen gestaltet werden. Die meist jüngeren BewohnerInnen legen größten Wert auf Selbstorganisation und individuelle Lebensformen. Im Unterschied zu anderen Wagenplätzen, wie z.B. in Berlin Lichterfelde ist die Zukunft des Wagenplatzes Dresden nicht gesichert. Derzeit wird er vom Eigentümer geduldet.

Ich habe mit den BewohnerInnen Gespräche geführt und Momentaufnahmen, vor allem in Portraitsituationen, dieser alternativen Lebensform festgehalten. Die enstandenen Fotos bieten Einblick in eine für viele unbekannte Welt. Dieses Fotoprojekt soll aufmerksam machen auf ein weltweit wachsendes Phänomen und Anlass sein, Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten und Verständnis zu wecken für alternative Lebensformen.

Vernissage am 27.09.2018 um 20 Uhr im Interrobang, Kamenzer Straße 15, Dresden

Ausstellung im Rahmen des Neustadt Art Festivals bis zum 31. Januar 2019

Auszug aus der Ausstellung

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