Yohannes. Kein Spaziergang.

Yohannes, 1997 in Äthiopien geboren und 2004 von einer deutschen Familie adoptiert, erzählt mir bei einem Spaziergang durch Dresden von fast täglichen, rassistischen Übergriffen.

Seine Erfahrungen reichen vom angestarrt und beleidigt werden bis hin zur Körperverletzung.

Er erlebt Ab- und Ausgrenzung, Vorurteile, Wut und Hass quer durch alle Bevölkerungsschichten.

Erwachsene und Jugendliche beleidigen ihn, ältere Damen lassen ihn stolpern.

Yohannes wird von Neonazis und Rechtsradikalen angegriffen und verletzt, sogar Kinder brüllen ihm „Nigger“ hinterher.

Er erlebt dies in der Schule, in Geschäften, auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch der öffentliche Raum bietet keine Sicherheit.

Yohannes kann nicht unbehelligt durch unsere Straßen gehen.

Eine Hemmschwelle bei den Pöblern und Angreifern ist praktisch nicht mehr vorhanden.

Fast alle schauen weg.

Ausstellung vom 12.03. – 10.05.2019 in der Evangelischen Hochschule Moritzburg.

Ausstellung vom 25.03. – 25.05.2018  in der Apostelkirche Dresden-Trachau.

Ausstellung vom 04.04. – 01.10.2017 im Bürgerbüro Dr. Eva-Maria Stange, Rudolf-Renner-Straße 51, Dresden.

Auszug aus der Ausstellung

Ich begegne einem mir bekannten Rechtsradikalen. Er bleibt stehen und sagt, dass er noch nicht genau weiß, ob er mir jetzt „auf’s Maul“ hauen soll.

Ich begegne einer Familie, der Vater regt sich lautstark über schwarze Menschen auf.

Zwei Kinder (8-10 Jahre alt) radeln an mir vorbei und rufen „Nigger“.

Beim Einsteigen in die S-Bahn brüllt ein junger Mann „immer nur diese scheiß Ausländer“ und wechselt den Waggon.

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